🔍 Überblick
Das spektakuläre „Kelingking Glass Elevator“-Projekt auf Nusa Penida sollte Besucher in einem gläsernen Aufzug 182 Meter die berühmte Steilklippe hinunter bis zum Strand bringen. Doch nun ist klar: Der Bau wurde offiziell gestoppt — wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Genehmigungen, Umweltbedenken und massiver Kritik am Eingriff ins Landschaftsbild.
Die Entscheidung zeigt erneut, wie sensibel das Gleichgewicht zwischen Tourismusboom und Naturschutz auf Bali geworden ist.
🛑 News: Warum das Kelingking Glass Elevator Projekt gestoppt wurde
1. 📄 Unklare bzw. fehlende Baugenehmigungen
Indonesische Behörden stellten bei einer Überprüfung fest, dass wesentliche Dokumente und Genehmigungen unvollständig oder nicht rechtskonform waren.
Ohne diese darf kein Projekt dieser Größenordnung fortgeführt werden — besonders nicht an einer Küstenklippe, die als gefährdetes Naturareal gilt.
2. 🌱 Umwelt- und Küstenschutz
Der Standort liegt in einem Bereich mit:
- erosionsanfälligen Klippen
- geschützter Vegetation
- hohem Risiko für Erdrutsche und Küstenschäden
Mehrere Umweltgruppen warnten, dass ein massiver Aufzugsbau die Stabilität der ikonischen Felsformation beeinträchtigen könnte.
3. 🏞️ Bedrohung des Landschaftsbilds
Der „T-Rex“-Felsen am Kelingking ist einer der meistfotografierten Orte Indonesiens.
Das Projekt hätte die Silhouette und natürliche Ästhetik der gesamten Klippe verändert — ein Hauptargument vieler Kritiker.
4. 🧭 Tourismuspolitik im Wandel
Die Regierung Balis signalisiert immer klarer:
Naturerhalt > unkontrollierte touristische Infrastruktur.
Der Stopp des Projekts ist ein deutliches Zeichen für strengere Regeln und mehr Kontrolle über private Investoren auf Nusa Penida.
🌋 Hintergrund: Ein Symbol für die wachsenden Spannungen auf Bali
Bali erlebt seit Jahren einen Boom an:
- Aussichtspunkten
- Skywalks
- Glamping-Resorts
- Transportprojekten
Gleichzeitig steigt die Kritik, dass viele dieser Bauwerke:
- natürliche Lebensräume zerstören
- Wasser- und Abfallprobleme verstärken
- kulturelle Werte verdrängen
- Wildwuchs von Airbnb-ähnlichen Unterkünften fördern
Der Fall Kelingking zeigt exemplarisch, dass neue Attraktionen nicht mehr automatisch genehmigt werden — insbesondere an sensiblen Naturplätzen.
🧭 Was bedeutet das für Besucher von Nusa Penida?
✔️ Kelingking Beach bleibt zugänglich
Touristen können:
- den bekannten Aussichtspunkt besuchen
- den steilen Pfad hinunter zum Strand nutzen (nur für Geübte!)
- Drohnen fliegen — sofern lokale Regeln beachtet werden
❗ Aber: Mit Einschränkungen
- Bauarbeiten und Sperrungen können zeitweise auftreten
- Zugänge können witterungsbedingt geschlossen werden
- Park- und Wartezonen können sich ändern
💡 Tipp: Vorab checken
Da immer wieder Projekte gestoppt oder Bereiche zeitweise gesperrt werden, lohnt sich:
- vorab Google Maps & lokale News zu prüfen
- Updates von Touranbietern zu lesen
- auf Regenzeit-Warnungen zu achten
🌿 Wird der Kelingking Glass Elevator jemals gebaut?
Aktuell sieht es unwahrscheinlich aus.
Behörden haben angedeutet, dass ein Neubeginn des Projekts nur unter strengen neuen Regeln möglich wäre — und möglicherweise an einem komplett anderen Standort.
Kelingking könnte somit ein Beispiel dafür werden, dass Bali mehr Fokus auf nachhaltigen Tourismus setzt.
🧳 Fazit: Ein wichtiges Signal für die Zukunft des Tourismus auf Nusa Penida
Der Stopp des Kelingking Glass Elevator:
- schützt ein sensibles Naturwunder
- verhindert weitere Küstenschäden
- zeigt Gästen und Investoren klare Grenzen auf
- unterstreicht den Trend zu nachhaltigeren Entscheidungen
Für Reisende bleibt Kelingking weiterhin ein absolutes Highlight — aber eines, das durch Natur und nicht durch Beton beeindruckt.







